Zero Waste Lebensmittel in Köln

Verpackungen beim Einkaufen zu vermeiden ist teilweise super einfach und teilweise echt schwer. Wir zeigen euch hier, wo ihr unverpackt in Köln einkaufen bzw. Lebensmittel beziehen könnt.

Einkaufen im Unverpackt-Laden

Köln ist derzeit die Stadt mit den meisten Unverpackt-Läden Deutschlands. Und es entstehen immer mehr davon. In den Unverpackt-Läden gibt es sowohl Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Haferflocken und Süßigkeiten wie Schoki und Trockenfrüchte, als auch Zero Waste Behälter, Dosen, Zahnputzsachen, Seifen, Kaffee, Putzmittel, DIY Zutaten wie Kakaobutter, Natron, Zitronensäure und noch vieles mehr. Das Angebot der Läden unterscheidet sich ein wenig, aber in allen Läden gibt es viel tolles zu entdecken!

Auf Utopia findet ihr außerdem eine Karte aller Unverpackt-Läden Deutschlands.

TANTE OLGA

Tante Olga war der erste Unverpackt-Laden in Köln und wird bald in zweifacher Ausführung zu finden sein.

Tante Olga Sülz Berrenrather Str. 406

Tante Olga Nippes Viersener Str. 6

VEEDELSKRÄMER

Auch die Veedelskrämer gibt es nach ihrem Start 2017 bereits im Doppelpack.

Veedelskrämer Ehrenfeld Körnerstr. 2-4

Veedelskrämer Zentrum Maastrichter Str. 45

MIGORI

Migori ist mit einer der größten Unverpackt-Läden und hat auch eine kleine Auswahl an Obst und Gemüse im Angebot.

Migori Südstadt Bonner Str. 66

Wie kauft man unverpackt ein?

Am besten kommt man mit Schraubgläsern, Beuteln und Dosen vorbei. Die kann man dort abwiegen und dann mit den Einkäufen befüllen. Nach dem ersten Mal fühlt es sich auch total normal an. Versprochen! Weitere Infos zum unverpackt einkaufen findet ihr bei ganz vielen tollen Blogs. Einfach mal durchstöbern!

Lebensmittel retten

Täglich werden Massen an Lebensmitteln weggeworfen. Die Zahlen schwanken zwischen ca. 11 und 20 Millionen Tonnen an noch genießbaren Lebensmitteln. Allein in Deutschland. Unfassbar. Die Zahlen entstehen aus mehreren Faktoren:

Landwirtschaft: Lebensmittel landen bereits beim Bauern im Müll, weil das Obst und Gemüse in Form, Farbe und Größe nicht dem Marktstandard entspricht.

Supermärkte: Produkte mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum dürfen nicht mehr verkauft werden und der Zwang nach dauerhafter Verfügbarkeit von Produkten führt dazu, dass bspw. bei Bäckern völlige Überproduktion herrscht.

Zuhause: Falsche Lagerung, zu viel eingekauft, 3 Paprika im vermeintlich günstigeren Pack gekauft statt nur einer, die man wirklich brauchte. Die Lebensmittelverschwendung im Haushalt macht knapp unter die Hälfte der gesamten Verschwendung aus.

Foodsharing

Über die Seite von Foodsharing kann man sowohl Lebensmittel einstellen, die man nicht mehr brauchen kann (von Dosenmais bis frischgekochten Suppen), Lebensmittel in sogenannten Fair-Teilern abholen als auch als aktives Mitglied Lebensmittel bei Kooperationspartnern abholen. Das sind meist Supermärkte, Bäcker und Cafés, die die Ware nicht mehr verkaufen können und sonst wegschmeißen würden. Alles kostenlos!

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The Good Food

The Good Food ist ein toller Laden in Ehrenfeld, in dem in Kooperation mit Landwirten und Produzenten Lebensmittel vor dem Müll gerettet werden. Das heißt, dort gibt es super leckeres regionales Obst und Gemüse als auch Produkte mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum und Lebensmittel, die es aus anderen Gründen gar nicht erst in den Verkauf geschafft haben. Zum Beispiel, weil sie falsch bedruckt wurden. Alles zum “zahl, was es dir wert ist”.

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Too Good To Go

Too Good To Go ist eine App gegen die Lebensmittelverschwendung. Über die App kann man sehen, welche Läden in der Nähe Essen haben, dass sonst weggeschmissen werden würde. Die Mahlzeiten kosten im Durchschnitt 3€ und sind dabei mindestens 50% günstiger als der Normalpreis. Partnerläden sind Cafés, Bäcker, Restaurants, Kioske und Supermärkte. Über die App kann man sich das Essen aussuchen, bezahlen und dann im Laden abholen.

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Zu gut für die Tonne

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat mit der Website Zu gut für die Tonne wirklich eine grandiose Seite geschaffen. Auf der Seite findet ihr wahnsinnig viele Tipps, Ratgeber, Kochrezepte und Ideen gegen die Lebensmittelverschwendung. Es wird in aller Ausführlichkeit erklärt, was das Mindesthaltbarkeitsdatum ist, wie viel in welchem Maß von wem weggeschmissen wird und was man dagegen tun kann. Schaut mal rein!

Einkaufen vom Bauern und naschen aus der Umwelt

In Deutschland wird wahnsinnig viel Gutes angebaut, das regional gekauft werden kann und damit nicht so weit transportiert werden muss. Allein die Transportwege der Lebensmittelindustrie sind immens. Nehmen wir an, Lebensmittelverschwendung wäre ein Land, wäre es der drittgrößte CO2-Emittent hinter den USA und China. Das können wir vermeiden und einfach lokal und regional einkaufen.

Bauernmärkte

Fünf Tage in der Woche findet in verschiedenen Veedeln der sogenannte Ökomarkt statt. Verkauft werden Gemüse und Obst von regionalen Bauern sowie Brot, Käse, Fleisch und Eier von regionalen Herstellern. Die Märkte finden Dienstags bis Samstags mal Vormittags und mal am Nachmittag statt. Im Herzen von Köln und mit Produkten direkt vom Erzeuger. Damit unterstützt man rheinische Bauern und bekommt Bio-Produkte zu fairen Preisen.

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Solidarische Landwirtschaft

Die kurz genannte “Solawi”, ist ein “Zusammenschluss von landwirtschaftlichen Betrieben oder Gärtnereien mit einer Gruppe privater Haushalte.” Sprich, als Privatperson kann man Teil der Gemeinschaft werden und bezahlt mit einem Monatsbeitrag den Bauern für den Anbau des Gemüses. Dafür erhält man 1x pro Woche eine Kiste Gemüse (in Relation zum eigenen monatl. Betrag) und kann sich diese an zentralen Verteilern abholen. Selbst mit anpacken kann man auch.

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Mundraub

In den Kölner Straßen und Parks warten unerwartete Schätze auf uns. Bäume, Sträucher und versteckte Kräuter lassen sich in jeder Ecke finden. Mundraub stellt das mit Hilfe der Schwarmintelligenz dar und bietet mit einer interaktiven Karte Unterstützung bei der Suche nach leckeren und nützlichen Obstbäumen, Kräutern, Nüssen und Beeren. Dabei kann jeder entdeckte Schätze eintragen und somit anderen schmackhaft machen.

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Foto-Credits an Tante Olga, Veedelskrämer, Migori, Too Good To Go, Foodsharing und Zu gut für die Tonne.