Die Zero Waste Stadt

Das Programm “Zero Waste Cities” wurde von der Initiative “Zero Waste Europe” ins Leben gerufen um Städte auf ihrem Weg zur Müllvermeidung zu unterstützen. Es bildet eine europäische Wissensdatenbank mit klaren Beispielen einzelner Gemeinden um die besten Leuchtturmprojekte herauszuheben und bietet Städten mit erfolgreichen Konzepten Anerkennung. 

“Der Ansatz von Zero Waste Cities ist das kontinuierliche Bemühen, Verschwendung zu vermeiden und Abfälle aus dem Verkehr zu ziehen – nicht durch Verbrennung oder Deponierung – sondern durch die Schaffung und Implementierung von Systemen, die überhaupt keine Abfälle erzeugen.”

Zitat nach der Definition der Zero Waste International Alliance Zero Waste International Alliance, aktualisiert am 20. Dezember 2018.

Zero Waste Bekenntnis

Um als Zero Waste Stadt anerkannt zu werden, sollte die Stadtverwaltung ein Bekenntnis unterzeichnen, das an bestimmte Bedingungen geknüpft ist. Eine dieser Bedingungen ist die Festsetzung eines messbaren Ziels, wie etwa die Reduktion auf 75 kg Restmüll pro Einwohner pro Jahr bis zu einem bestimmten Jahr (2016 lag das Pro-Kopf-Müllaufkommen in Köln bei 233 kg. Quelle (Seite 138)).

Das gesamte Bekenntnis lässt sich hier einsehen.

Schritte zur Zero Waste Stadt

1. Grundlagen schaffen

  • Problembewusstsein wecken
  • Bürger*Innen, Organisationen, Unternehmen, Verbände, Vereine und städtische Einrichtungen mit dem Gedanken von Zero Waste verbinden

 

2. Anmelden

  • Das Programm von Zero Waste Cities der Stadt vorstellen
  • Formal registrieren
  • Den Ist-Zustand dokumentieren

 

3. Eine Strategie für die Stadt erstellen

  • Workshop mit betroffenen Stellen über die zukünftigen Maßnahmen des Zero Waste Plans
  • Maßnahmen und Ziele festlegen

 

4. Veröffentlichung

Öffentliche Präsentation des Zero Waste Plans für Bürger*Innen und Medien

5. Formalitäten

Den Zero Waste Plan juristisch implementieren

6. Gemeinsam weiterarbeiten

  • Maßnahmen ausführen, beobachten, auswerten
  • Erfolgreiche Beispiele entwickeln und veröffentlichen

Unsere Vorbilder

Ob San Fransisco, Vancouver oder Sao Paulo – Es gibt bereits so viele tolle Beispiele für städtisches Engagement und große Schritte in Richtung Zero Waste Stadtkultur.

Wichtige Schritte für Köln

Um auch in Köln eine Zero Waste Kultur politisch einzuleiten, haben wir bereits viele Maßnahmen entwickelt, die Müllvermeidung und besseres Management fördern.

Nützliche Links

Es gibt inzwischen zahlreiche Projekte, die sich mit dem Thema “Zero Waste” auf struktureller Ebene auseinandersetzen. Wer sich mehr darüber informieren möchte, sollte sich unbedingt diese vier Initiativen und ihre Webseiten ansehen:

Zero Waste Europe

Das europäische Netzwerk von Zero Waste Städten, zu denen auch wir bald gehören möchten. Zero Waste Europe ist sozusagen der Mutter Verein, der von der EU unterstützt wird und als Bindeglied der einzelnen Vereine fungiert.

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Zero Waste Cities

Die Webseite von Zero Waste Cities zeigt konkrete Beispiele und vorbildliche Projekte, die erfolgreich eine Zero Waste Strategie eingeführt haben. Dort finden sich Informationen und Details über die einzelnen Leuchtturmprojekte und wie sie durchgeführt wurden.

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Zero Waste Germany

Ähnlich wie Zero Waste Europe für Europa, will Zero Waste Germany das Netzwerk der einzelnen deutschen Zero Waste Vereine sein. Hier können sich die deutschen Vereine als Mitglieder melden und dort ihre Informationen bündeln. Die Liste der Mitglieder ist bei weitem noch nicht vollständig, aber hinter den Kulissen wird kräftig daran gearbeitet und auch wir von Zero Waste Köln sind Teil des Netzwerkes.

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Zusammen mit vielen anderen Kölner Initiativen sind wir im Bündnis Kommunale Nachhaltigkeit Köln und fordern gemeinsam die von der Politik versprochene Ausrichtung der Kölner Reformprozesse auf Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit ein.

Die Volksinitiative AUFBRUCH FAHRRAD aus 215 Vereinen und Initiativen will die Mobilitätswende für das Land NRW.
Der Anteil des Radverkehrs soll bis 2025 von 8% auf 25% ansteigen. Am 18. Dezember 2019 hat der Landtag der Initiative zugestimmt, nun müssen Massnahmen umgesetzt werden!